Richtung Inklusion

Herzlich Willkommen auf der Station D11.

Unsere Station ist ein Angebot für Patienten/Patientinnen zwischen 18 und 60 Jahren, die einer vollstationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung bedürfen.

Diese Erkrankungen werden bei uns behandelt:

  • Schizophrenien und schizoaffektive Störungen sowie sonstige psychotische Erkrankungen
  • monopolare oder bipolare affektive Störungen (Depression/Manie)
  • akute Belastungsreaktionen
  • schwere psychosomatische Störungen, Konversionsstörungen
  • Krisen im Rahmen von Persönlichkeitsstörungen
  • Angst-, Ess- oder Zwangsstörungen
  • posttraumatische Belastungsstörungen

Die D11 wird als offene Aufnahme- und Weiterbehandlungsstation geführt und verfügt derzeit über 13 Doppel- und 5 Einzelzimmer.

Wie erfolgt die Aufnahme?

Die Aufnahme erfolgt nach Überweisung durch einen behandelnden Arzt/Ärztin oder nach Behandlung auf einer anderen Station. Nach einer ersten körperlichen Untersuchung wird zunächst die Entscheidung getroffen, ob eine medikamentöse Behandlung nötig ist. Auch die Fremdanamnese wird frühzeitig einbezogen. Die weitere Diagnose erfolgt bedarfsgerecht.

Allgemeine Behandlungsziele

Wir wollen Krankheitssymptome behandeln, lindern und zurückbilden. Wir legen großen Wert darauf, Ihre Kompetenz und den Umgang mit der psychischen Erkrankung zu stärken. Eine Vielzahl von Angeboten, auch für Angehörige, unterstützen unser Anliegen. Die letzte Phase einer Behandlung auf D11 ist stets die Vorbereitung auf eine Rückkehr in den persönlichen Lebens- und Arbeitsbereich. Wie erlangen Sie Ihre Arbeitsfähigkeit wieder? Wie belastbar sind Sie? Wir proben mittels Beurlaubung. Und wir finden Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Wiedereinstieg. Gelegentlich stellt sich bei der Behandlung auch heraus, dass ein früherer Lebensbereich nicht mehr der richtige oder eine Rückkehr nicht möglich ist. In enger Absprache mit Ihnen sowie mit Ihren Angehörigen und Betreuern finden und erproben wir neue Lebens- und Wohnformen. Unter anderem vermitteln wir Praktika, Wohngemeinschaften oder auch Plätze im betreuten Wohnen.

Die Pflege

Unser Pflegekonzept orientiert sich stets an Ihren individuellen Situationen.

Wir wollen Ihnen zu größtmöglicher Unabhängigkeit verhelfen. Wir wollen uns um ihre Krankheit kümmern, aber auch durch die gesunden Momente des Tages begleiten. Wir wollen Sie individuell kennenlernen und die Pflege stets an Ihrer Situation ausrichten. Wir wollen in eine Beziehung zu Ihnen eintreten und Ihnen helfen, auch auf andere Menschen zuzugehen. Wir wollen Sie im Umfeld Ihrer sozialen Umstände betrachten. Ihrem Wertesystem und Ihrer Lebensauffassung wollen wir Rechnung tragen. Und wir wollen mit anderen aus Ihrem Umfeld zusammenarbeiten, um Ihnen bestmöglich ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Die Pflegekräfte der D11 bieten Einzel- und Gruppenaktivitäten an. Das Angebot umfasst:

  • Emotionsraum
  • Sozialtraining
  • Kochgruppe
  • Stationsrunde
  • Kegeln und Spiele
  • Außenaktivitäten
  • Wochenausklang

Die Therapie

Der Therapieplan umfasst verbindliche und individuelle Elemente.

Verbindlich für alle im Wochenverlauf sind:

  • zwei Gruppenvisiten am Montag- und Freitagvormittag
  • eine Einzelvisite durch den Chef- und/ oder den Oberarzt am Dienstag oder Donnerstag
  • zwei Gesprächsgruppen, entweder montags und freitags oder dienstags und donnerstags
  • eine Stationsbesprechung am Mittwochmittag

Bei akuter Erkrankung oder fehlenden Sprachkenntnissen müssen Sie nicht an Gesprächsgruppen teilnehmen.

Die Gruppe I ist eine psychoedukative Gruppe für Psychoseerkrankte. Psychoedukation bedeutet: den Umgang mit und die Ursachen einer psychischen Erkrankung zu erlernen. Die Gruppe orientiert sich am ALLIANCE-Programm der TU München. Außerdem wird einmal pro Woche das KOMPETENZ-Spiel gespielt, ein Brettspiel, das unter wissenschaftlicher Beteiligung entwickelt wurde, um Defiziten im Bereich emotionaler, sozialer und kognitiver Fähigkeiten gezielt entgegenzuwirken.

Die Gruppe II ist eine Psychotherapiegruppe, die von den Diplompsychologen der Station geleitet wird. Sie dauert ca. 60 Minuten und wird ständig den individuellen Bedürfnissen der Zielgruppe angepasst.

Die Einzelgespräche werden jeweils mit dem Bezugstherapeuten vereinbart. Individuell erfolgt die Einteilung zu den weiteren Therapien, individuelle Anpassungen, zum Beispiel bei zunehmender Belastbarkeit, mit dem Bezugstherapeuten abgesprochen werden.

Schon nonverbal lässt sich Einiges erleben. Die Ergotherapie und die Tanz- und Ausdruckstherapie sind ein besonderes Angebot in Einzel- oder Gruppensitzungen. Die Arbeitstherapie ist umfänglich. Sollten Sie diese im Therapieplan haben, ist auch das PC-gestützte Kognitionstraining vorgesehen. Sport, Bewegung und Physio – aber auch Entspannung – können Teil der Therapie sein. Für etwa 4 Patienten/innen besteht die Möglichkeit, nach Absprache mittwochs vormittags an der sog. tiergestützten Intervention teilzunehmen. Dieses Angebot findet extern auf Gut Holmecke statt. Im Kontakt mit Ponys oder Reitpferden (im Wechsel) lassen sich vielfältige Erfahrungen machen, die für die Therapie genutzt werden können. Ca. 10-12 Patienten/innen können nach Absprache an einer Psychodramagruppe teilnehmen, die mittwochs nachmittags stattfindet. Sie wird vom Diplompsychologen der Station geleitet, dauert 90 Minuten und bietet somit die Gelegenheit, eine bestimmte Problematik einmal in größerer Ausführlichkeit und in kleinerem Kreis zu behandeln, als es in den Gesprächsgruppen möglich ist. Die Methode eignet sich somit besonders für etwas stabilere Psychotherapiepatienten.

Auch der Sozialdienst ist auf unserer Station aktiv. Das Motto: Hilfe zur Selbsthilfe. Die Kollegen und Kolleginnen vom Sozialdienst beraten, betreuen und bereiten auf den Alltag vor – ganz individuell und immer mit der bestmöglichen Lösung.

Auch für Angehörige gibt es zahlreiche Angebote. In Gesprächen und Angehörigengruppen im Kreise der Station wollen wir sie mit einbeziehen.

Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Patrick Debbelt

Dr. Patrick Debbelt
Chefarzt

Sekretariat:
Susanne Hellmann
Tel.:02372 861-107

Kai Schröder

Kai Schröder
Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase
Tel.: 02372 861-102

So erreichen Sie uns

LWL-Klinik Hemer
Hans-Prinzhorn-Klinik
Frönsberger Straße 71
58675 Hemer


Tel.: 02372 861-0

 

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