Richtung Inklusion

Herzlich Willkommen auf der Station B6.

Wir kümmern uns um Patienten, die unter einer depressiven Erkrankung leiden. Die Depressionsstation wird offen geführt. Unsere Behandlung ist psychiatrisch-psychotherapeutisch und orientiert sich besonders stark an den individuellen Bedürfnissen unserer Patienten. So können wir auch Menschen in suizidalen Krisen außerhalb einer geschlossenen Station begleiten, behandeln und in der Regel eine Verlegung dorthin vermeiden. Eine intensive Bezugspflege ist uns sehr wichtig und der Schlüssel für eine erfolgreiche Behandlung.

Wir gehen von einem bio-psycho-sozialen Krankheitsverständnis aus. Was heißt das? Biologische, psychologische und soziale Faktoren unterliegen komplexen Wechselwirkungen. Sie hängen voneinander ab und beeinflussen die anderen. Das muss beim Entstehen einer Krankheit aber auch im längeren Verlauf berücksichtigt werden. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen, unseren Patienten, das Selbsthilfepotenzial aktivieren, entwickeln und fördern.

Wie erfolgt die Aufnahme?

Die Aufnahme erfolgt nach Überweisung durch einen behandelnden Arzt und nach Aufnahmegespräch in der LWL-Klinik.

Die Therapie

 Psychotherapiegruppe I

Diese Gruppe verfolgt Konzepte der modernen Verhaltenstherapie. Wir helfen Ihnen, die Krankheit und ihre Behandlung zu verstehen. Verständnis schaffen für die eigene Krankheit – das heißt bei uns Psychoedukation. Die einzelnen Bausteine werden wir mit Ihnen besprechen. Wir schaffen positive Aktivitäten. Wir arbeiten an depressivem Verhalten – und bauen Lösungen für den Alltag auf. Gemeinsam arbeiten wir an Ihrem Selbstwertgefühl.

Psychotherapiegruppe II

Das Ziel unserer Gruppe Nummer zwei: Selbstmanagement. Therapieziel ist es, Herausforderungen, die gerade am schwersten sind, gemeinsam zu benennen und zu bearbeiten.

Psychotherapiegruppe III

Bei der Behandlung vieler Patienten mit Depressionen zeigt sich: die Herausforderung liegt darin, das Selbstwertgefühl zu steigern. Wie sehe ich mich? Und wie gehe ich mit mir selbst um? Das Ziel der Gruppe besteht darin, zu reflektieren und die eigenen, negativen Denkmuster zu erkennen und zu hinterfragen. Der gesunde Umgang mit sich selbst, Eigenverantwortung und Selbstfürsorge, sind die beste Medizin.

Achtsamkeitsbasierte Gruppe

Aufhören zu grübeln. Im Hier und Jetzt leben. Achtsamkeit heißt, alle Aufmerksamkeit dem Augenblick zu widmen. Sie kann helfen, Gefühle, Gedanken und den Körper wahrzunehmen, aber nicht ständig zu bewerten. Formelle und informelle Übungen unterstützen diesen Prozess – und die „Grübelschleife“ wird durchbrochen. Damit können wir uns in der Gruppe darauf konzentrieren, neue Sachen zu erproben. Wir können uns neu orientieren. Und wir verhindern Rückfälle. Dahinter steht das Konzept achtsamkeitsbasierten Rückfallprophylaxe für Depressionen (MBCT).

Schematherapie

Nach Jeffrey Young entwickelt jeder Mensch im Verlauf seiner Kindheit Konzepte (Schemata) von sich selbst, von anderen und von der Welt. Diese Schemata sind die Grundlage dafür, wie ein Mensch später mit verschiedenen Situationen im Erwachsenenleben umgeht. Ein Schema ist das feste Muster aus zusammengehörigen Erinnerungen, Gefühlen und Gedanken. Bei manchen Menschen werden kindliche Grundbedürfnisse, z. B. Liebe, Sicherheit, Akzeptanz oder die Freiheit sich auszudrücken nicht genügend erfüllt. Infolgedessen ist es ihnen wenig möglich, gesunde Konzepte über sich selbst und die Umwelt zu erlernen und es entstehen dysfunktionale (problematische) Schemata. Durch ein schemaauslösendes Ereignis kommt es zu einer Aktivierung von Gedanken, Gefühlen und daraus resultierenden Handlungen in der aktuellen Situation (Modus).

Das therapeutische Vorgehen erfolgt über drei Zugangswege:

  • Denken (kognitiven Techniken)
  • Fühlen (emotionsorientierte Techniken)
  • Handeln (verhaltenstherapeutische Techniken)

Wir schaffen eine tragfähige, sichere therapeutische Beziehung. Unsere Therapeuten unterstützen Sie, anstatt zu kritisieren. Sie helfen, neue emotionale Reaktionen zu erlernen und Schritt für Schritt ein gesundes Verhalten als starke Persönlichkeit „im Erwachsenenmodus“ an den Tag zu legen.

Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. Patrick Debbelt

Dr. Patrick Debbelt
Chefarzt

Sekretariat:
Susanne Hellmann
Tel.:02372 861-107

Kai Schröder

Kai Schröder
Leiter des Pflegedienstes

Sekretariat:
Beatrix Haase
Tel.: 02372 861-102

So erreichen Sie uns

LWL-Klinik Hemer
Hans-Prinzhorn-Klinik
Frönsberger Straße 71
58675 Hemer


Tel.: 02372 861-0

 

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