Richtung Inklusion

 Welche Beschwerden habe ich?

Ich…

... kann schlecht schlafen.

... bin oft ängstlich, reizbar oder nervös.

... kann mich auf nichts konzentrieren.

... erinnere mich unwillkürlich und immer wieder an das traumatische Erlebnis.

... erlebe mich dann als schutz- und hilflos

... vermeide alles, was mich an das traumatische Ereignis erinnert.

... erlebe meine Gefühle anders als vor dem traumatischen Ereignis.

 

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Welche Anzeichen und Beschwerden treten bei der Erkrankung auf?

Ein typisches Merkmal für eine posttraumatische Belastungsstörung ist das Wiedererleben des Traumas und das anhaltende Erinnern daran. Dies kann in Träumen aber auch in der Vorstellung geschehen. Die Erinnerungen, Bilder oder Geräusche bleiben oft nur bruchstückhaft. Das Wiedererleben kann in schweren Fällen für real gehalten werden. Oft versuchen Betroffene alles zu vermeiden, was sie an das Trauma erinnern könnte, z.B. Orte und Situationen, aber auch Gefühle und Gedanken.

Eine traumatische Belastung wirkt sich oft auf die Gefühle aus. Erkrankte Personen erleben diese anders als vor dem Erlebnis. Die Auswirkungen zeigen sich unterschiedlich. So kann es zu einer Abflachung oder zu einer Verstärkung negativer Gefühle kommen. Gleichgültigkeit oder Teilnahmslosigkeit können Folge einer PTBS sein. Nicht selten erkennen andere Menschen und nicht die Betroffenen diese Symptome. Besonders Schuld und Scham aber auch Furcht und Trauer werden von Betroffenen intensiv erlebt. Zudem kann die Erkrankung zu einer depressiven Verstimmung, mitunter auch zu Suchterkrankungen, führen. In besonders schweren Fällen treten Selbstmordgedanken auf.

Auch körperlich kommt es zu Veränderungen durch die Erkrankung. Es können schwere Schlafstörungen auftreten. Erinnerungen an das Ereignis erschweren das Ein- und Durchschlafen. Darüber hinaus können Konzentrationsprobleme auftreten, sodass es Betroffenen beispielsweise schwer fällt, sich auf das Lesen eines Textes zu konzentrieren. Betroffene Personen können empfindlicher und schneller gereizt werden, wodurch es zu schnellen Wutausbrüchen kommen kann. Leistungsfähigkeit und Lebensqualität sind in vielen Fällen eingeschränkt.

Wie erkennt der Arzt, ob ich an einer PTBS erkrankt bin?

Durch ein ausführliches Gespräch mit einem Psychiater oder Psychotherapeuten werden Krankheitszeichen besprochen und erfasst. Dabei wird zu Beginn der Behandlung nicht die traumatische Erfahrung besprochen. Es gilt vielmehr, sich zunächst gegenseitig sicher und aufgehoben zu fühlen, Vertrauen zu entwickeln. Durch Fragen zur Lebenssituation und zur Lebensgeschichte können Ursachen der Erkrankung erarbeitet werden. Ergänzend können psychologische Tests und Fragebögen hilfreich sein. Sie helfen, sich sehr vorsichtig dem Trauma zu nähern und die Bedeutung des Erlebnisses einzuordnen.

Für den Ausschluss körperlicher Erkrankungen ist eine ärztliche Untersuchung unumgänglich. Bluttests und EEGs (Gehirnfunktionen) bieten zusätzliche Informationen.

Wie kann eine PTBS behandelt werden?

Eine posttraumatische Belastungsstörung wird vorwiegend psychotherapeutisch behandelt. Die Behandlung findet in mehreren Schritten statt. Zuerst steht die ausführliche Information über die Erkrankung im Vordergrund. Für die eigentliche Behandlung muss der Betroffene psychisch ausreichend stabil sein. Ohne diese innere Stabilität kann die Auseinandersetzung mit dem Trauma zu belastend sein. Deshalb lernen Betroffene in der ersten Phase der Behandlung ihre Anspannungen zu regulieren und eigene Sicherheit herzustellen. Sie gewinnen die Kontrolle über sich zurück. Erst dann folgt die Auseinandersetzung mit dem traumatischen Erlebnis in einem zweiten Schritt. Die negativen Bilder sollen mit Hilfe spezieller Übungen in den Hintergrund treten. Die Stärken der Betroffenen werden besonders beachtet und gefestigt. Zuletzt wird das Trauma als Teil des eigenen Lebens angesehen. Darüber hinaus dient der dritte Schritt der Bearbeitung beeinträchtigter Lebensbereiche. 

Wie kann ich die Behandlung unterstützen?

Das traumatische Ereignis auch mit Hilfe anderer Menschen anzunehmen, einzuordnen und ihm einen Sinn zu geben, ist das Ziel der Behandlung. Dies heißt aber nicht, dass Sie sich als verantwortlich oder schuldig dafür sehen sollen. Versuchen Sie mit Ihren Problemen und mit Stress umzugehen. Vermeidung führt auf Dauer nur zu einer Verschlechterung der psychischen Probleme. Eine optimistische Grundhaltung ist für die Bewältigung des Traumas sehr hilfreich. Traumatisiert zu sein heißt nicht, allein zu sein. Zögern Sie nicht, sich Hilfe zu suchen. Sie müssen das Trauma nicht allein überwinden. Psychiater und Psychotherapeuten stehen Ihnen zur Verfügung. In vielen Orten gibt es Selbsthilfegruppen. Auch bei Seelsorgern, Beratungsstellen und in der Telefonseelsorge können Sie Hilfe finden.

Informationen zu Selbsthilfegruppen bundesweit finden Sie hier:

Welche Tipps gibt es für Angehörige?

Nach einem traumatischen Erlebnis sind Angehörige eine wichtige Stütze für die Betroffenen. Erkrankten fällt es oft schwer sich an Andere zu wenden. Daher ist es hilfreich, diesen zu zeigen, dass sie über das Erlebte sprechen dürfen. Aufmerksames Zuhören ist hierbei genauso wichtig wie das Ernstnehmen der Gefühle des Betroffenen. Unterstützen Sie ihn dabei, sein Leben wieder verantwortlich in die Hand zu nehmen. Bei Selbstmordäußerungen sollte sofort professionelle Hilfe dazu geholt werden. Eine Therapie ist bei einer PTBS immer sehr sinnvoll. Sie können die erkrankte Person hierzu motivieren und in der Behandlung unterstützen. Um das Krankheitsbild besser zu verstehen, kann es Angehörigen helfen, sich über dieses zu informieren. Dabei sollten Sie aber immer auf Ihre eigenen Grenzen achten und auch selbst Unterstützungsangebote annehmen.

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