Die Station C9 ist eine Station der Abteilung für Psychotherapeutische Medizin und Depressionsbehandlung der Hans-Prinzhorn-Klinik Hemer und bietet 29 stationäre Behandlungsplätze für Frauen und Männer im Alter von 18 bis etwa 60 Jahren.

Anmeldung Station C9

Wer kann hier behandelt werden?

Unser Behandlungsspektrum deckt schwerpunktmäßig psychiatrische Krankheitsbilder aus dem Bereich der BeIastungsreaktionen, Depressions-, Angst- und Zwangsstörungen sowie der Persönlichkeitsstörungen ab. Ein Schwerpunkt der Station ist die Behandlung von Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörungen.

Wie nehmen wir auf?

Die Aufnahme erfolgt in der Regel nach vorheriger Anmeldung und mit Einweisung eines niedergelassenen Facharztes. In Krisensituationen können und möchten wir auch direkt von Betroffenen und Angehörigen bzw. engen Bezugspersonen psychisch kranker Menschen angesprochen werden. Eine kurzfristige Aufnahme zur Krisenintervention im Falle eines psychiatrischen Notfalls ist ebenfalls möglich, allerdings bitten wir in diesem Fall um vorherige (telefonische) Rücksprache mit uns.

Wie behandeln wir?

Eine stationäre Behandlung ist dann sinnvoll, wenn ein Krankheitsprozess, der sich akut oder auch langsam entwickelt hat, durch andere Maßnahmen (ambulante oder tagesklinische Behandlung) nicht oder nicht mehr ausreichend behandelt werden kann. Er ist mit einem starken Leidensdruck auf Seiten der Betroffenen sowie auch der Angehörigen bzw. des sozialen Umfeldes verbunden.
Die stationäre Behandlung bedeutet eine Unterbrechung der bisherigen Lebensbezüge. Mit dieser sollen durch vielfältige therapeutische Interventionen Veränderungen angestoßen werden, durch welche die Symptome der Erkrankung abklingen können. Den Betroffenen soll ermöglicht werden, wieder ein selbständiges und sinnerfülltes Leben zu führen.

Unser Verständnis von behandlungsbedürftigen psychischen Störungen geht davon aus, dass diese Erkrankungen im Zusammenspiel von sozialen, psychischen und physischen Faktoren entstehen. Entsprechend dieser Vorstellung sind unsere Therapieangebote auch multimodal aufgebaut und beinhalten ein individuelles therapeutisches Angebot für jeden Patienten.

Im Einzelnen haben wir folgende therapeutische Angebote

  • Fachärztliche psychiatrisch-psychotherapeutische und psychologische Diagnostik und Therapie
  • Psychotherapie (Verhaltenstherapie in Einzel- und Gruppentherapie, achtsamkeitsbasierte Therapie, systemischer Ansatz, tiefenpsychologischer Ansatz sowie Beratung von Angehörigen, Rollenspiel und Angstbewältigungstraining)
  • Dialektisch-Behaviorale Therapie der Borderline-Persönlichkeitsstörung (DBT) nach M. Linehan
  • Achtsamkeitsbasierte Therapie Gruppentherapie
  • Bezugspflege mit beziehungsorientiertem Ansatz
  • Sozialtherapie mit lebenspraktischem Training
  • Musiktherapie
  • Kunsttherapie
  • Ergotherapie
  • Arbeitstherapie
  • Sport-, Bewegungs- und Schwimmtherapie, Physiotherapie
  • Entspannungsverfahren
  • Freizeitgestaltung, tagesstrukturierende Maßnahmen auf der Station
  • Kochgruppe

Den sozialen Lebenszusammenhängen, in denen unsere Patienten leben, kommt eine zentrale Bedeutung zu. Ein wesentlicher Bestandteil unserer diagnostischen und therapeutischen Bemühungen ist daher, Angehörige und wichtige Bezugspersonen mit einzubeziehen. Dies kann z. B. in Form von Angehörigengesprächen erfolgen, die wir unseren Patienten anbieten.

Besprechungsraum Station C9

Wie ist der Ablauf der stationären Behandlung?

Den Ablauf der stationären Behandlung kann man modellhaft in drei Phasen charakterisieren:

1. Phase: Stabilisierung, Diagnostik, Therapieplanung

Ziel der ersten Phase ist, durch den Wegfall der bisherigen Belastungen eine Entlastung und eine förderliche therapeutische Vertrauensbeziehung aufzubauen. Ein weiteres Ziel ist eine sorgfältige diagnostische Einschätzung als Voraussetzung für die Therapieplanung, die ebenfalls in der ersten Phase erfolgt.

2. Phase: Neuorientierung, Therapie

Sie erfolgt in der psychotherapeutisch orientierten Verarbeitung der Krise mit der Absicht, neue Bewältigungsstrategien zu erlernen und einzuüben. Hierfür stehen die oben genannten therapeutischen Angebote zur Verfügung. Zudem sollen mit einem lebenspraktisch orientierten Training in beruflicher und sozialer Hinsicht neue Lebensperspektiven erarbeitet werden. Hierbei soll, falls notwendig, ein neuer Weg „nach draußen" entstehen.

3. Phase: Entlassungsvorbereitung, Wiedereingliederung

Einen hohen Stellenwert hat für uns die Entlassungsvorbereitung und die Nachsorge. Hier beziehen wir beteiligte Personen mit ein, um den Transfer und die Stabilität der neu erlernten Verhaltensweisen und Veränderungen zu fördern. In dieser Phase liegt der Schwerpunkt der Behandlung in der Vorbereitung der Entlassung und der Planung der nachfolgenden Therapie. Bei Patienten mit tiefergehenden Störungen der Anpassung in einem oder mehreren Lebensbereichen können bei Bedarf unterstützende Betreuungsformen eingeleitet werden.

Dauer der Behandlung

Die zeitliche Dauer der geschilderten Phasen kann individuell sehr unterschiedlich sein und wenige Wochen bis mehrere Monate umfassen. In der Regel kann von einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 4 – 6 Wochen ausgegangen werden, bis eine ausreichende Stabilisierung für eine anschließende ambulante oder tagesklinische Weiterbehandlung gegeben ist. Wir arbeiten dabei eng mit niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten, Tageskliniken sowie weiteren komplementären Einrichtungen und ambulanten Hilfsdiensten zusammen.

Aufenthaltsraum Station C9

Team der Station C9

  • Krankenschwestern und -Pfleger
  • Psychologinnen und Psychologen
  • Ärztinnen und Ärzte
  • Kunsttherapeutin
  • Musiktherapeut
  • Bewegungstherapeutin
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
  • Sozialarbeiter

So erreichen Sie uns

LWL-Klinik Hemer
Hans-Prinzhorn-Klinik
Frönsberger Straße 71
58675 Hemer
Tel.: 02372 861-0
Fax: 02372 861-100

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