Die Pilgergruppe des LWL-Wohnverbundes Hemer unterwegs auf dem Limeskulturwanderweg im Taunusgebirge

Pilgerfreizeit 2016

Der erste Wandertag nach unserer Ankunft im rheinland-pfälzischen Nassau versprach, ein sonniger Spätsommertag zu werden. Nach einem stärkenden Frühstück in unserer gastfreundlichen Unterkunft und gut gelaunt machte sich die neunköpfige LWL-Wandergruppe auf den Weg entlang des Limes – der frühen Grenzlinie zwischen Germanien und Römischem Reich. Immer wieder entdeckten wir Zeugnisse der alten Römer, die hier um 100 n. Chr. ihr Reich vor den „wilden“ Germanen verteidigten. So passierten wir tief beeindruckt Rekonstruktionen und sogar Überreste römischer Wachtürme und Grenzbefestigungen, die sich bis heute erhalten haben. Zusammen mit dem Hadrianswall in Großbritannien gehört der Limes heute zum Weltkulturerbe der Unesco. Als ein Teilnehmer dann auch noch einen „archäologischen Fund“ am Wegesrand machte, waren die Begeisterung und das Staunen in der Gruppe nicht mehr zu bremsen. Der eine oder andere sah sich beim Anblick des altertümlichen Gegenstandes schon finanziell ausgesorgt. Später sollte es sich immerhin als Zelthering von Wehrmachtssoldaten aus dem 2. Weltkrieg herausstellen. Jedoch betrug der Marktwert für das Fundstück dann doch nur ein paar Euro.   

Am folgenden Tag auf dem Weg zum Kastell Arzbach hatten wir mehrere, wirklich mühsame  Aufstiege zu meistern. Aber "unbeugsam" – wie die gallischen Bewohner im Dorf von Asterix und Obelix – überwand die LWL-Wandergruppe Höhenmeter für Höhenmeter. Völlig außer Atem oben angekommen waren trotzdem erst mal alle der Meinung: "Die Spinnen, die Römer!" Ein grandioser Ausblick über das Rhein-Lahn-Tal und Taunusgebirge hat uns aber genauso schnell wieder mit all den Strapazen versöhnt. Ein Teilnehmer beschreibt seine Eindrücke dazu so:

"Noch so weit und so viele Höhenmeter … Aber wenn man so gleichmäßig Schritt für Schritt bergauf läuft, hat das auch was Meditatives: Stadtgeräusche, der Alltag, Gedanken von gestern und morgen lasse ich mit jedem Meter hinter mir."

Eine weitere Wanderetappe von Diez nach Balduinstein sowie ein Ausflug nach Koblenz mit einer Rheinschifffahrt und dem Besuch des Römermuseums rundeten den Wanderurlaub ab.  Dabei war die Stimmung in der Gruppe zu Anfang kurz betrübt, nachdem einem Teilnehmer bei der Anreise mit dem Zug seine Brieftasche abhanden kam. Der Zwischenfall nahm eine glückliche Wendung, als sich kurz darauf ein ehrlicher Finder meldete, der sie gefunden und am Bahnschalter in Köln für ihn hinterlegt hatte. So konnte der Teilnehmer sein Eigentum dann schon auf der Rückreise wieder in Empfang nehmen – und mit ihm auch ein wenig sein Vertrauen in das Gute im Menschen.

Nach diesen ereignisreichen und schönen Tagen hoffen die Teilnehmer auf Fortführung des Pilgerprojekts auch im folgenden Jahr. 

 


Michael Hülsdünker, Jasmin Lehmann
Mitarbeiter des Ambulant Betreuten Wohnens

 

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