Bernhard Klösel geht in den Ruhestand

Bernhard KlöselDer "Gründungsvater" und langjährige Leiter des LWL-Wohnverbundes Hemer, Bernhard Klösel, verabschiedet sich mit 62 Jahren in die vorgezogene Altersrente. Jetzt möchte er viel reisen. Dabei kann er dann zufrieden auf eine regelrechte Erfolgsgeschichte des Wohnverbundes zurückschauen.

2003 – das war ein ganz besonderes Jahr für Bernhard Klösel. Der Dipl.-Sozialarbeiter aus der Abteilung Suchtmedizin wurde Leiter des neu gegründeten Wohnverbundes. Gleichzeitig bezogen 24 chronisch mehrfach geschädigte Abhängigkeitserkrankte das neu gebaute KOSH, das Karl-Otto-Stoffer-Haus.

Und daraus hat sich im Laufe der Jahre viel entwickelt, worauf Bernhard Klösel mit Recht stolz ist: Das Zusammenleben im sog. KOSH läuft harmonisch und skandalfrei. Für Klösel ein Zeichen dafür, dass es keine therapieresistenten Patienten gibt, wie so oft behauptet. "Das ist ein Märchen! Eine Wiedereingliederung ist immer möglich, wenn man die Menschen dort abholt, wo sie stehen!" Wie sich bald herausstellte, leben einige kunstinteressierte und kreative Männer im KOSH. Mehrere von ihnen ziehen tatsächlich nach ein paar Jahren wieder aus und leben nun eigenständig in der sog. "Künstler-WG" in Frönsberg – einem Mehrfamilienhaus mit Gemeinschafts-Atelier, das gerne und oft genutzt wird. Die Bewohner werden weiterhin vom LWL-Wohnverbund Hemer ambulant betreut, denn eine ambulante Stabilisierung ist für die meisten Menschen hilfreicher als eine stationäre Unterbringung.

Der Hemeraner Wohnverbund ist der kleinste im Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Aber er ist der größte im Bereich "Ambulant betreutes Wohnen". 320 Klienten wurden im Jahr 2016 begleitet, und es werden immer mehr.

Das Angebot geht weit über die "Pflicht" hinaus. Zur "Kür" gehören: Die Kooperation mit dem Kunstverein "Casa B" in Iserlohn, die jährlichen Pilgertouren und die Band "Jasmin and the Pilgerfathers". 

"Es hat sich gelohnt. Es war schön und interessant. Ich habe erreicht, was ich beruflich erreichen wollte. Auch aus gesundheitlichen Gründen gehe ich jetzt etwas früher. Ich bereue nichts und freue mich auf´s Reisen."
Als erstes steht für Bernhard Klösel und seine Frau Australien auf dem Reiseplan.

Währenddessen arbeitet sich Klösels Nachfolgerin Sabine Fischer (auch Leiterin des Dortmunder Wohnverbundes) in Hemer ein. Unterstützt wird sie dabei von Werner Saßenbach, dem jetzigen und ihrem künftigen Stellvertreter.

Wir wünschen Bernhard Klösel alles Gute und schöne Reisen!

Und Sabine Fischer und ihrem 50-köpfigen Hemeraner Team einen guten gemeinsamen Start und dass die große Erfolgsgeschichte des vergleichsweise kleinen Wohnverbundes nicht abreißt! Prädestiniert dafür wäre beispielsweise der Bereich "Betreutes Wohnen in Familien", der aktuell immer größer wird und in Kooperation mit den Jugendämtern ausgebaut werden soll.

 

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